Hier der Spielbericht von den "Mammuts":
"EA Schongau – EV Lindau 3 : 6 (1 : 1 / 2 : 2 / 0 : 3)
Wie soll man nach so einem Spiel einen Bericht schreiben? Vielleicht sollte man es konsequente Schiedsrichterleistung nennen, die zur Niederlage der EAS führten. Konsequent muss ja nicht positiv sein. WIKIPEDIA schreibt: „Umgangssprachlich beschreibt „konsequent“ u. a. die Zielstrebigkeit des Handelns einer Person, ein gegenteiliges Verhaltensmuster würde dann „inkonsequent“ genannt, etwa, wenn eine angekündigte Handlung unterlassen wird.“ Wenn also einer der „Unparteiischen“ beim Eintreffen im Stadion eine Niederlage der EA Schongau prophezeit, dann hat durchaus konsequent daran gearbeitet. Wer es nicht gesehen hat, der wird es kaum glauben – vielleicht sollte die EAS die Spiele doch wieder filmen und diese dann auch ins Netz stellen!
Die Mammuts kamen gut ins Spiel und legten in der 3. Minute das 1 : 0 vor. Beim Tor von Michael Wandschura sah Lindaus Abwehr reichlich alt aus. Und die EAS blieb weiter am Drücker, bis in die 5. Minute. Schongau spielte in Unterzahl – ein Lindauer Spieler wurde in der Verteidigungszone in die Bande gecheckt – der Schiedsrichter zeigt keine Strafe an, unterbricht die Partie allerdings, weil der Spieler liegen bleibt. Und jetzt das Unbegreifliche – keiner der Schiedsrichter hatte etwas gesehen (wie gesagt keine Strafe war angezeigt), aber irgendetwas muss ja gewesen sein – ach ja, sagen wir einmal „Stockendenstoß“ und welcher der anwesenden Spieler könnte der EAS am meisten fehlen – nehmen wir einmal den Kontingentspieler (Julius Sinkovic). Der war zwar gar nicht in der Nähe des Geschehens – aber Schiedsrichter müssen sich ja nicht erklären oder verantworten – ihre Entscheidungen sind Gesetz.
3-5 Unterzahl – die Gäste durften ausgleichen und die EAS blieb weiter in Unterzahl. Insgesamt bis zur 12. Minute - lange sogar in 3-5. Jedoch die Mannschaft arbeitete großartig, kämpfte um jeden Zentimeter und ging mit dem 1 : 1 in die Kabine – trotz 31 : 4 Strafminuten.
In Überzahl durften die Mammuts den zweiten Abschnitt beginnen und kurz vor Ablauf der Strafe hatte das gute Powerplay Erfolg. Nach Vorarbeit von Benjamin Röhling (der für Julius Sinkovic auf die Centerposition im ersten Block gerückt war) und Matthias Brahmer vollendete Markus Schneider zur erneuten Führung der Mammuts (21.).
Und die EAS setzte noch eins drauf – vom Bully weg stürmten die erneut aufs Lindauer Tor und Bastian Grundner traf nach Pass von Marius Klein zum 3 : 1 - nur 8 Sekunden später. Die Profitruppe vom Bodensee war jetzt arg am Schwimmen, die Schongauer wirbelten sie trotz der Ausfälle gewaltig durcheinander – das 4 : 1 lag mehrmals in der Luft. Selbst in Unterzahl hatte die EAS weitere gute Möglichkeiten. Allerdings machte sich auch ein Kräfteverschleiß deutlich. Nachdem auch noch Verteidiger Michael Hübl verletzt schon im ersten Drittel passen musste, bekamen die 4 verbleibenden Defensivkräfte wenig Regenerationszeit. So geschahen am Ende des Mittelabschnitts Fehler, die ein erfahrenes Team wie Lindau eben nutzt. In der 35. Minute brachte Mike Dolezal die Gäste auf 3 : 2 heran und kurz vor der Pause traf Kyle Doyle zum 3 : 3 Ausgleich.
Im Schlussdrittel hatte die EAS durchaus Chancen erneut in Führung zu gehen, doch der Schwung aus dem Mittelabschnitt war dahin. Auf der einen Seite eine Chance vergeben, musste die EAS im Gegenzug das 3 : 4 hinnehmen (48.). Zwei Bankstrafen gegen die EAS (Siehe „Konsequent“) doch die EAS blieb dran. In der 57. Minute hatten die Gäste Glück – war die Scheibe vielleicht doch vollständig über der Linie des Lindauer Tors (hier gibt es unterschiedliche Aussagen), der EVL machte es besser. Im Gegenzug schoß Kyle Doyle aufs Schongauer Tor – Max Bergmann hatte die Scheibe, doch der clevere Stürmer jubelten einfach – mit Erfolg. Die Schiedsrichter die erst auf Höhe der Mittellinie standen entschieden auf Tor (!) – 3 : 5 in der 58. Minute. Jetzt war die Partie entschieden. Dass man in der 59. Minute noch den Konter zum 3 : 6 hinnehmen musste, spielte keine Rolle mehr. 27 Sekunden vor Schluss gab es noch 4 Strafminuten gegen einen Lindauer Spieler (das ist das, was man „Ausgleich der Bilanz“ nennt – so dass das Strafkonto nicht so einseitig aussieht). Mit dem Spielende gab es dann noch je 10 Minuten für Markus Schneider und Bastian Grundner (man kann den berechtigten Kommentar nachvollziehen).
In der Pressekonferenz war die Schiedsrichterleistung natürlich ebenfalls Thema. Während Lindaus neuer Trainer Martin Masak schmunzelte, als er sagte, er dürfe sich nicht beschweren, sagte Schongaus Trainer es durch die Blume „auch Schiedsrichter haben mal einen schlechten Tag“. Von der Leistung seines Teams war er überzeugt. Leider fehlten mit Fabian Sing und Oliver Glöckner erneut wichtige Spieler. Der Ausfall von Sinkovic nach vier Minuten und die Verletzung von Michael Hübl im ersten Abschnitt waren weitere Einschnitte. Jedoch habe man gezeigt, dass man auf dem richtigen Weg sei, es fehle allerdings noch am konsequenten Abschluss, da sei ein routiniertes Team wie Lindau eben kaltschnäuziger.
Zuschauer: 250;
Schiedsrichter: HSR: Drazic; LSR: Lohrmann, Wimberger.
Strafen: EAS 19 + 20 (Spieldauer Sinkovic) + 2 x 10 (Schneider, Grundner); EVL 14 Min.
Torfolge: 1. Drittel: 1 : 0 (02:15) Wandschura; 1 : 1 (04:41) Doyle (Pufal / Paul) 5-3. 2. Drittel: 2 : 1 (20:50) Schneider (Brahmer / Röhling) 5-4; 3 : 1 (20:58) Grundner (Klein); 3 : 2 (34:21) Dolezal (Doyle / Paul); 3 : 3 (39:42) Doyle (Kronfoth / Dolezal). 3. Drittel: 3 : 4 (47:42) Kronfoth (Schwarzbart/ Trolda); 3 : 5 (57:00) Doyle (Paul / Prell); 3 : 6 (58:37) Kronfoth (Doyle) 4-5."

